Mittel gegen Zinkmangel

Zink-Präparate aus der Apotheke

Zink-Präparate aus der Apotheke

Mithilfe von modernen Zink-Präparaten lässt sich ein Mangel gut ausgleichen. Neben Nahrungsergänzungsmitteln, die unter anderem in Drogerien und Supermärkten erhältlich sind, sind in der Apotheke auch rezeptfreie Arzneimittel mit Zink zur Behandlung eines Mangels verfügbar. Doch worin liegt der Unterschied? Was sollte man bei der Auswahl und bei der Dosierung beachten?

Zink: Nahrungsergänzung vs. Arzneimittel

Zink ist nicht gleich Zink. Nahrungsergänzungsmittel haben im Gegensatz zu rezeptfreien Arzneimitteln (z. B. Zink-Tabletten, Zink-Kapseln) aus der Apotheke keine amtliche Zulassung und gelten als Nahrungsmittel. Daraus ergeben sich wichtige Unterschiede.

Nahrungsergänzungsmittel mit Zink
(z. B. aus dem Drogeriemarkt)
Arzneimittel mit Zink
(nur in der Apotheke erhältlich)
Dienen in erster Linie der Ernährung und unterliegen dem Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz Werden immer vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen und geprüft, bevor sie auf den Markt kommen
Vor der Markteinführung ist weder der Nachweis einer Wirksamkeit noch einer Unbedenklichkeit erforderlich Gewährleisten Sicherheit hinsichtlich Dosierung, Qualität und Wirksamkeit der Präparate
Wichtig: Wichtig:

Im Beipackzettel müssen Arzneimittelhersteller auf mögliche Neben- und Wechselwirkungen sowie Gegenanzeigen hinweisen. Bei Nahrungsergänzungsmitteln ist dies nicht der Fall – selbst wenn sie genauso hoch oder gar höher dosiert sind.

Zink-Einnahme: Das ist wichtig

Damit Arzneimittel gegen Zinkmangel richtig wirken können, sollten Sie bei der Einnahme einige Tipps beachten:

  • Zink sollte möglichst auf nüchternen Magen eingenommen werden. Empfehlenswert ist es, Zink-Tabletten mit ausreichendem Abstand vor der Mahlzeit einzunehmen – mindestens 30 Minuten.
  • Sollten Sie ein Präparat dennoch zum Essen einnehmen, verzichten Sie auf Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Phytinsäure (z.B. Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse). Denn diese hemmt die Zinkaufnahme.
  • Kaffee und gerbstoffhaltige Getränke wie schwarzer oder grüner Tee können die Aufnahme von Zink beeinträchtigen.
  • Vorsicht bei der Einnahme von Antibiotika! Zink kann unter anderem die Wirkung von sogenannten Tetracyclinen und Chinolonen beeinträchtigen. Zwischen der Einnahme dieser Mittel und der Einnahme von Zink-Präparaten sollten mindestens drei Stunden liegen.
  • Bei einem Zinkmangel kann es sinnvoll und erforderlich sein, hochdosiertes Zink (bis zu 25 mg pro Tag) zuzuführen.
  • Fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt, wie Sie Ihr Zink-Präparat am besten einnehmen sollen. Informieren Sie ihn auch, welche anderen Arzneimittel Sie einnehmen.

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