Was hilft bei Osteoporose?
Osteoporose: Therapie im Überblick
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Die Behandlung von Osteoporose hat zum Ziel, (weitere) Knochenbrüche zu verhindern, Einschränkungen im Alltag zu reduzieren und Schmerzen zu lindern. Dabei können verschiedene Therapiebausteine zum Einsatz kommen, die individuell kombiniert werden. Unverzichtbar ist die sogenannte Basistherapie.
Wichtige Therapie-Bausteine:
Basistherapie bei Osteoporose
Die Basistherapie bei Osteoporose umfasst prinzipiell die Massnahmen, die auch zur Vorbeugung (Prophylaxe) des Knochenschwunds eine wichtige Rolle spielen. Dazu zählt insbesondere eine ausreichende Zufuhr von Calcium und Vitamin D, regelmässige körperliche Aktivität, die Sturzprophylaxe sowie die Vermeidung von Risikofaktoren wie z. B. Rauchen.
Wichtig: Die Basistherapie sollte stets fortgeführt werden – unabhängig davon, ob ergänzend spezifische Osteoporose-Medikamente verordnet werden, oder nicht.
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Spezifische Osteoporose-Medikamente
In bestimmten Fällen wird bei Osteoporose eine Behandlung mit spezifischen Osteoporose-Medikamenten empfohlen, die sich unter anderem in Bezug auf ihre Wirkweise und die Darreichungsform unterscheiden. Grundsätzlich stehen Wirkstoffe zur Verfügung, die den Knochenabbau hemmen oder den Knochenaufbau fördern.
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Schmerztherapie
Bei akuten Schmerzen nach einem Knochenbruch und auch bei chronischen Beschwerden ist eine effektive Schmerztherapie (z. B. Medikamente, Physiotherapie) wichtig, damit die Beweglichkeit der Betroffenen erhalten bzw. wiederhergestellt werden kann. Auch eine psychologische Betreuung/Beratung kann sinnvoll sein, um besser mit den Schmerzen umgehen zu können.
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OP bei Osteoporose
Bei schmerzhaften Wirbelkörperbrüchen oder Schmerzen, die infolge einer Wirbelsäulenveränderung ausgelöst werden, kann eine Operation sinnvoll sein. Dabei werden zwei Verfahren unterschieden:
Vertebroplastik: Bei frisch eingebrochenen Wirbelkörpern wird Zement in den Knochen eingespritzt, um einem weiteren Einbruch und einer Verformung entgegenzuwirken. Eine Aufrichtung des Wirbelkörpers wird bei diesem Verfahren nicht erreicht.
Kyphoplastik: Frisch eingebrochene Wirbelkörper werden mithilfe eines kleinen Ballons aufgedehnt. Der so entstandene Hohlraum wird mit Knochenzement befüllt. Auf diese Weise kann eine Aufrichtung des Wirbelkörpers erreicht werden.
Rehabilitation
Ziel von medizinischen Rehabilitationsmassnahmen ist es, die Bewegungsfunktionen von Betroffenen zu verbessern oder wiederherzustellen und auf diese Weise Stürze und Knochenbrüche zu vermeiden. Dazu werden zum Beispiel Koordination, Gleichgewichtsgefühl und Gangsicherheit geschult.
Selbsthilfe
Für viele Osteoporose-Patienten bieten Selbsthilfegruppen einen wichtigen Rahmen, um sich über die Krankheit zu informieren und mit anderen Betroffenen auszutauschen.
Behandlung von Grunderkrankungen
Falls der Osteoporose sekundäre Ursachen (z. B. Morbus Crohn, Schilddrüsenüberfunktion, Mangel an Geschlechtshormonen) zugrunde liegen könnten, müssen diese speziell abgeklärt und behandelt werden. Einige Medikamente wie zum Beispiel Antidepressiva und Kortison-Tabletten können das Osteoporose-Risiko erhöhen und Frakturen begünstigen. Daher sollten Patienten, die diese Arzneimittel einnehmen, gemeinsam mit ihrem Arzt regelmässig das Verhältnis von Nutzen und Risiko der Behandlung überprüfen.
Osteoporose-Behandlung:
Darauf kommt es an
- Frühzeitig mit der Behandlung beginnen
- Therapiebeginn „lohnt“ sich zu jedem Zeitpunkt
- Dranbleiben ist wichtig
- Bisphosphonate zeitversetzt zu Calcium einnehmen
Autoren, medizinische Fachinformationen und Quellen
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Stand: zuletzt aktualisiert am 17.02.26
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Autoren:
Jennifer Hamatschek, Chefredaktion Medizin und Pharmazie
Jennifer Hamatschek hat Germanistik und Pharmazie an der LMU München studiert. Sie ist eine renommierte Fachjournalistin für Medizin und Gesundheit, die seit über 15 Jahren komplexe medizinische Inhalte zielgruppengerecht und evidenzbaisert aufbereitet.
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Tatiana Schmid, Chefredaktion Gesundheit und Ernährung
Tatiana Schmid ist Diplom-Oecotrophologin und eine profilierte Fachjournalistin für Gesundheit, Medizin und Ernährung mit über einem Jahrzehnt redaktioneller Erfahrung.
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ICD-Code:
ICD-Codes (International Classification of Diseases) sind weltweit anerkannte medizinische Verschlüsselungen für Diagnosen. Sie werden von Ärzt:innen verwendet, um Krankheiten und Gesundheitsstörungen eindeutig zu klassifizieren und
finden sich beispielsweise in Arztbriefen, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen und Abrechnungen mit Krankenkassen.
Fussnoten und Zitate:
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1 McCloskey E, Rathi J, Heijmans S, Blagden M, Cortet B, Czerwinski E, Hadji P, Payer J, Palmer K, Stad R, O'Kelly J, Papapoulos S. Prevalence of FRAX risk factors and the osteoporosis treatment gap among women ≥ 70 years of age in routine primary care across 8 countries in Europe. Arch Osteoporos. 2022 Jan 22;17(1):20. doi: 10.1007/s11657-021-01048-8. PMID: 35064844; PMCID: PMC8783912.
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Quellen:
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Pschyrembel Online: Osteoporose
(Abrufdatum: 17.02.26)
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Dachverband Osteologie e.V., Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin e.V. (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie e.V. (DGE): S3-Leitlinie Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen und bei Männern ab dem 50. Lebensjahr. (Stand: September 2023)
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Max Rubner-Institut: Nationale Verzehrsstudie II - Ergebnisbericht Teil 2 (Stand: 2008)
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Keaveny TM, Adams AL, Orwoll ES, Khosla S, Siris ES, McClung MR, Bouxsein ML, Fatemi S, Lee DC, Kopperdahl DL. Osteoporosis treatment prevents hip fracture similarly in both sexes: the FOCUS observational study. J Bone Miner Res. 2024 Sep 26;39(10):1424-1433. doi: 10.1093/jbmr/zjae090. PMID: 38861422; PMCID: PMC11425693.
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Yu M, Zhou P, Che Y, Luo Y. The efficacy of exercise prescription in patients with osteoporotic fractures: a systematic review and meta-analysis. J Orthop Surg Res. 2025 Mar 7;20(1):250. doi: 10.1186/s13018-025-05636-z. PMID: 40050972; PMCID: PMC11887166.
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Chapuy MC, Pamphile R, Paris E, Kempf C, Schlichting M, Arnaud S, Garnero P, Meunier PJ. Combined calcium and vitamin D3 supplementation in elderly women: confirmation of reversal of secondary hyperparathyroidism and hip fracture risk: the Decalyos II study. Osteoporos Int. 2002 Mar;13(3):257-64. doi: 10.1007/s001980200023. PMID: 11991447.
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Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose e.V., Dachverband Osteologie e.V.: Patientenleitlinie Osteoporose. Vorbeugung, Erkennung und Behandlung der Osteoporose bei Frauen nach der Menopause und Männern ab 50 Jahren. 2025.
(Abrufdatum: 17.02.26)
Fachliche Endprüfung und Qualitätssicherung:
Sandra Winter, Gesundheitsredaktion
Sandra Winter ist eine erfahrene Gesundheitsjournalistin mit ausgewiesener Expertise in den Bereichen Ernährungswissenschaften, alternative Heilmethoden und Sportmedizin. Mit über 15 Jahren Erfahrung steht Sandra für vertrauenswürdige, wissenschaftlich fundierte und gut recherchierte Gesundheitsinformationen – immer am Puls aktueller Forschung und Trends in der Gesundheitsbranche.
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