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Akute Schmerzen nach einem Knochenbruch können sehr belastend sein. Darüber hinaus sind bei Osteoporose auch chronische Rücken- oder Kreuzschmerzen keine Seltenheit, die mit der veränderten Statik des gesamten Bewegungsapparates infolge von gehäuften Wirbelkörperbrüchen zusammenhängen. Wie lassen sich Schmerzen bei Osteoporose lindern?
Schmerzen bei Osteoporose verstehen
Akute Schmerzen bei Osteoporose können nach einem Knochenbruch zum Problem werden. Durch gehäufte Wirbelkörperbrüche kann ein sogenannter „Witwenbuckel“ (Rundrücken) entstehen, der von einem Verlust an Körpergrösse begleitet wird. Dies führt zu einer veränderten Statik des gesamten Bewegungsapparates und löst oft schmerzhafte muskuläre Verspannungen und Verhärtungen aus. In der Folge können sich chronische Rücken- oder Kreuzschmerzen entwickeln. Sowohl bei akuten als auch bei chronischen Schmerzen ist eine geeignete Schmerztherapie wichtig, um die Beschwerden schnell zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern. Nicht zuletzt kann dadurch verhindert werden, dass ein gefährlicher Teufelskreis aus Schmerzen, körperlicher Schonung und weiterem Knochenschwund entsteht.
Schmerzmittel zur Linderung von akuten Frakturschmerzen bei Osteoporose
Als Schmerzmittel kommen z. B. infrage:
NSAR
Paracetamol
Metamizol
und/ oder Opiate
Mitunter kann auch ein stationärer Aufenthalt im Krankenhaus notwendig sein. Dort kann dann eine multimodale Behandlung erfolgen, die u.a. eine Physiotherapie, Ernährungsberatung, die Anpassung der Medikation sowie psychologische Unterstützung umfassen kann.
Weitere Massnahmen zur Schmerzlinderung: Übersicht
Krankengymnastische Übungen
Kälte- oder Wärmeanwendungen
Entspannungsübungen (z. B. Progressive Muskelrelaxation)
Psychologische Schmerztherapie (z. B. Gesprächstherapie, Verhaltenstherapie)
Operationsverfahren bei Wirbelkörpereinbrüchen (Vertebroplastik, Kyphoplastik)
Reha-Sportgruppen
Tipps bei Osteoporose
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Auf eine gute Calciumversorgung achten
Calcium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff und ein zentraler Baustein unserer Knochen. Bei Osteoporose ist eine gute Calcium-Versorgung ein wesentlicher Bestandteil der Basistherapie. Gute Calciumquellen sind vor allem Milch, Käse und Joghurt. Aber auch grünes Gemüse, Kräuter und calciumreiche Mineralwässer können zur Versorgung beitragen. Was viele nicht wissen: Jeder zweite Deutsche nimmt zu wenig Calcium auf1. Insofern sollten gerade Osteoporose-Patienten auf eine ausreichende Zufuhr achten.Die Osteoporose-Leitlinie2 empfiehlt eine tägliche Gesamtaufnahme von 1000 Milligramm. Wer das nicht über die Ernährung schafft, kann auf entsprechende Präparate aus der Apotheke zurückgreifen.
Vitamin D fördert die Aufnahme von Calcium aus dem Magen-Darm-Trakt und unterstützt die Knochenhärtung. Es ist nur in wenigen Lebensmitteln in relevanten Mengen enthalten, sodass die Nahrung nur rund 10 Prozent des Bedarfs abdecken kann. Eine viel wichtige Rolle spielt daher die körpereigene Bildung des Vitamins in der Haut. Die kann allerdings nur ablaufen, wenn ausreichend Sonnenlicht auf die Haut einwirkt. Experten empfehlen daher, Gesicht und Arme täglich für mindestens 30 Minuten von der Sonne „küssen“ zu lassen. In der aktuellen Osteoporose-Leitlinie1 wird eine Zufuhr von 800 bis 1000 I.E. (Internationale Einheiten) Vitamin D über entsprechende Präparate (Supplemente) empfohlen, wenn die Eigenproduktion nicht sicher gewährleistet ist und/ oder die Zufuhr über die Nahrung nicht sicher gestellt werden kann.1
Ein angepasstes Bewegungsprogramm ist ein wichtiger Bestandteil der Osteoporose-Therapie. Denn durch mechanische Reize wird der Knochenstoffwechsel angeregt – auf diese Weise wird der Knochen gekräftigt und widerstandsfähiger. Gefragt sind dabei vor allem Zug- und Druckbelastungen und ein Wechsel zwischen Be- und Entlastung. Ein spezielles Krafttraining kann das leisten und wirkt sich zusätzlich auch positiv auf die Muskulatur und die Körperhaltung aus. Das sind wichtige Faktoren, um die Gefahr von Stürzen und damit auch von Knochenbrüchen zu verringern.
Entscheidend ist dabei, dass das Bewegungsprogramm auf den individuellen Trainingszustand zugeschnitten ist und von einem qualifizierten Trainer angeleitet wird.
Im Verlauf der Erkrankung werden die Knochen zunehmen porös und können schon bei einfachen Stürzen brechen. Umso wichtiger ist eine wirksame Sturzprävention – und die beginnt in den eigenen vier Wänden. Beseitigen Sie Stolperfallen wie rutschige Teppiche oder Telefonkabel im Flur. Auch unpassendes Schuhwerk und schlecht sitzende Kleidung (z. B. zu lange Hosen) können Stürze begünstigen. Darüber hinaus spielt auch eine gute Innenbeleuchtung eine wichtige Rolle. Zusätzlich sollten Sie Ihre Koordinationsfähigkeit und Ihr Gleichgewichtsgefühl trainieren – das geht zum Beispiel im Rahmen von Osteoporose-Gymnastik-Kursen, die ein solches Funktionstraining beinhalten.
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Information und Austausch
Informieren Sie sich über das Krankheitsbild und die Behandlung. Bei Osteoporose können Sie selbst viel dafür tun, um dem Knochenschwund entgegenzuwirken. Neben einer ausgewogenen Ernährung und regelmässiger Bewegung können Sie Risikofaktoren wie zum Beispiel das Rauchen oder übermässigen Alkoholkonsum vermeiden. Viele Osteoporose-Patienten empfinden den Austausch mit anderen Betroffenen als sehr bereichernd, daher wird auch von Experten die Teilnahme an qualifizierten Selbsthilfe-Angeboten empfohlen.
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Stand: zuletzt aktualisiert am 24.01.26
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Autoren:
Jennifer Hamatschek, Chefredaktion Medizin und Pharmazie
Jennifer Hamatschek hat Germanistik und Pharmazie an der LMU München studiert. Sie ist eine renommierte Fachjournalistin für Medizin und Gesundheit, die seit über 15 Jahren komplexe medizinische Inhalte zielgruppengerecht und evidenzbaisert aufbereitet.
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Tatiana Schmid, Chefredaktion Gesundheit und Ernährung
Tatiana Schmid ist Diplom-Oecotrophologin und eine profilierte Fachjournalistin für Gesundheit, Medizin und Ernährung mit über einem Jahrzehnt redaktioneller Erfahrung.
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finden sich beispielsweise in Arztbriefen, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen und Abrechnungen mit Krankenkassen.
Sandra Winter ist eine erfahrene Gesundheitsjournalistin mit ausgewiesener Expertise in den Bereichen Ernährungswissenschaften, alternative Heilmethoden und Sportmedizin. Mit über 15 Jahren Erfahrung steht Sandra für vertrauenswürdige, wissenschaftlich fundierte und gut recherchierte Gesundheitsinformationen – immer am Puls aktueller Forschung und Trends in der Gesundheitsbranche.
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